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Aktuelles

Hier findest du Berichte über unterschiedliche ASSIST-Veranstaltungen - wir berichten sowohl über Veranstaltungen für ASSIST-Stipendiaten, die kurz vor der Abreise in ihr großes Abenteuer stehen, als auch über Zusammentreffen von ASSIST-Alumni, wie z.B. der ASSIST-Weihnachtsfeier oder auch Infoveranstaltungen zur Studien- und Berufsberatung für Ehemalige. 

Zudem findest du hier spannende Berichte von ASSIST-Alumni, die zeigen, dass die ASSIST-Erfahrung sich auch auf den weiteren Lebensweg positiv auswirkt!

ASSIST - Deutschland - Yale, meine Geschichte ....

Man geht mit ASSIST für ein Jahr in die USA, aber was passiert danach? Hier ein kurzer Bericht, wie es bei mir weiterging…

Nach meinem ASSIST Auslandsjahr (2009/10) an der Darlington School in Rome, GA kehrte ich um viele Erfahrungen reicher nach Köln zurück. Dies tat ich jedoch nicht allein, da mich eine, in Darlington neu gewonnene, Freundin (Yuxuan/Vivien) für drei Wochen besuchte. Ich hatte zuvor meine Weihnachtsferien 2009/10 mir ihr und ihren Eltern in China verbracht und freute mich nun, ihr Deutschland und insbesondere Köln, zu zeigen. Mit Vivien bin ich weiterhin eng befreundet, sie hat seitdem ein Auslandssemester in München absolviert und Deutsch gelernt, während ich leider gestehen muss, immer noch kein Chinesisch zu sprechen.

Nach den Sommerferien 2010 ging es für mich am Irmgardis-Gymnasium in Köln mit der 12. Klasse (G9) weiter. Meine Zeit in Darlington hatte mir sehr bei der Wahl meiner Leistungskurse geholfen, da ich sowohl Biologie als auch Chemie auf einem hohen Niveau belegt hatte (AP Biology und Chemistry Honors). Ich stellte dort fest, dass mich die Mischung aus beiden Fächern (Biochemie) und spezifisch das Themengebiet der Neurowissenschaften am meisten interessierte. Deshalb entschloss ich mich Chemie und Mathe als Leistungskurse (LK) zu wählen, da ich mit AP Biologie 10 Stunden/Woche Biologie Unterricht gehabt hatte, was einem deutschen LK gleicht.

Nachdem ich mein Abitur im Sommer 2012 erfolgreich absolviert hatte, zog es mich nach Göttingen, um im Bachelor Biochemie zu studieren. Ich hatte schon damals im Sinn, Neurowissenschaften zu studieren, entschied mich jedoch im Bachelor für einen breiter aufgestellten Studiengang, der mir auch andere Optionen offenhielt. Schlussendlich blieb aber meine Faszination mit den Neurowissenschaften bestehen und nach meinem Abschluss in Göttingen begann ich ab Oktober 2015 mein (englischsprachiges) Masterstudium in zellulären und molekularen Neurowissenschaften (Cellular and Molecular Neuroscience) in Tübingen.

Während meiner Studienzeit war ich immer in der Fachgruppe und Fachschaft aktiv (Sprecherin der Fachschaft Biologie und Psychologie und Fachgruppensprecherin Biochemie in Göttingen für jeweils ein Jahr, anschließend Jahrgangssprecherin meines Masterstudienganges), da ich es wichtig finde, sich für die Belange der Studenten einzusetzen. Aber auch andere Interessen sind nicht zu kurz gekommen, so war ich z.B. in Göttingen für drei Jahre Mitglied des Chors „Unicante“, der Rock und Pop A-Capella singt und habe in Tübingen einer Flüchtlingsfamilie einmal pro Woche Deutsch-Nachhilfe gegeben.

Während meines Bachelor-Studienganges hatte ich aus zeitlichen Gründen leider nicht die Möglichkeit, ein Auslands-Semester zu absolvieren, deshalb plante ich, während des Masters eines meiner Labor-Praktika im Ausland zu machen. Dies funktionierte schlussendlich auch und so hatte ich die Gelegenheit im Winter 2016/17 ein 3-monatiges Laborpraktikum an der Yale University zu absolvieren. Das dortige Labor beschäftigt sich mit der molekularbiologischen Erforschung einer Signalkaskade involviert bei Morbus Alzheimer. Mir gefielen das Projekt, das Labor und die Arbeitsatmosphäre so gut, dass ich nach Abschluss des Praktikums den Professor fragte, ob ich nicht für meine Promotion zurückkehren könnte.

Nun bin ich seit Anfang 2018 zurück in den USA, im gleichen Labor wie vor einem Jahr und beginne meine Promotion als Kooperation zwischen der Universität Tübingen und dem Strittmatter Labor in Yale. Ich freue mich sehr, dass sich mir diese Möglichkeit eröffnet hat und bin mir sicher, dass mein Auslandsjahr mit ASSIST einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat. Ohne mein ASSIST-Jahr wäre nicht nur mein Englisch bei weitem nicht so gut gewesen wie es jetzt ist (alle Publikationen, die ich lesen muss sind, sowie mein Master-Studiengang war, auf Englisch). Auch mein Verständnis der amerikanischen Kultur sowie das Einleben und Kontakteknüpfen in einem anderen Land wurden durch mein ASSIST-Jahr nachhaltig gefördert. Eine weiterer Pluspunkt: die seitdem gebliebenen Freundschaften. So verbrachte ich z.B. Weihnachten 2013 in Südkorea mit Vivien und 2016 mit der Familie einer Freundin in Atlanta, die mich schon 2010 für zwei Highschool-Ferien beherbergt hatte. Für Ostern 2018 planen besagte fünfköpfige Familie und ich uns in Washington DC zu treffen, um die Hauptstadt zu erkunden und uns wieder zu sehen. Ich bin mir sicher, dass ihr jetzigen und zukünftigen  ASSIST-Stipendiaten euren eigenen, ganz speziellen Weg finden werdet und glaube, dass euer ASSIST Jahr euch auf diesem Weg sehr helfen wird.

Video von der ASSIST-Orientation für den Jahrgang 17/18

Alt-trifft-Neu Treffen am 1. und 2. Juli 2017 in Kassel

Anfang Juli war es soweit: die Stipendiaten des Jahrgangs 2017/18 hatten endlich die Gelegenheit, ihre Vorgänger in der Jugendherberge in Kassel zu treffen und von ihren Erfahrungen und Erlebnissen während ihres ASSIST-Jahres zu profitieren.

Der Erfahrungsaustausch zwischen den "Neuen" und den "Alten" hat bestens funktioniert und die neuen ASSISTler wurden mit vielen Informationen zu ihren Schulen, zur Kurswahl sowie zur Wahl der Sportarten versorgt. Zudem wurden auch ganz persönliche Tipps und Ratschläge ausgetauscht. Die Begeisterung war den Rückkehrern anzumerken und hat mit Sicherheit die Vorfreude des neuen Jahrgangs noch deutlich erhöht.

Am Abend waren dann die frisch aus den USA Zurückgekehrten unter sich und haben bei der feierlichen "Graduation" mit Stolz ihre ASSIST-Abschlußzeugnisse in Empfang genommen. Die Stimmung war hervorragend! Mit Sicherheit werden sich viele bei weiteren ASSIST Alumni-Treffen wiedersehen.

Für die "Neuen" heißt es jetzt Koffer packen und dann geht es am 15. August auf zur Orientation nach Pomfret. Hier, in einem Internat in der Nähe von Boston, trifft sich dann der komplette ASSIST-Jahrgang 2017/18 und wird gemeinsam auf das ASSIST-Jahr vorbereitet und eingestimmt.

Going back to the USA: Als Undergraduate an die Duke University, North Carolina - Jannis Stöter, ASSIST-Stipendiat 14/15, Woodberry Forest School, Virginia

Nach einem wunderbaren Jahr mit ASSIST in den USA kommt man leicht ins Träumen. Inspiriert vom Campus der Harvard University oder von den Aspirationen seiner neuen Mitschüler und Freunde träumt man schnell davon, wie es wäre, in diesem so aufregenden Land der scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten zu studieren.

So ging es auch mir. Doch leider dauerte es nicht lange, bis mich die bittere Realität aus meinen Träumen weckte. Schließlich ist die Bewerbung an einer amerikanischen Universität deutlich umfangreicher und anspruchsvoller als ihr deutsches Pendant. Gleichzeitig sind die Erfolgschancen nicht nur dafür, als internationaler Bewerber überhaupt einen Platz zu bekommen, sondern das Studium auch tatsächlich finanzieren zu können, äußerst gering.

„Äußerst gering“ bedeutet jedoch keineswegs „unmöglich.“ Ich denke, dass viele von uns dies durch ihre Bewerbung bei ASSIST erstmals haben erfahren dürfen. Trotz anfänglicher Zweifel entschied ich mich in nahezu letzter Sekunde dafür, es dennoch zu versuchen. Während man idealerweise mehrere Monate vor Einsendeschluss mit seiner Bewerbung beginnt, blieben mir ungefähr drei Wochen. Es wurden drei Wochen, in denen ich noch einmal ganz besonders erleben durfte, wie sehr ich von meiner Zeit mit ASSIST profitiert habe.

Dank ihrer jahrelangen Erfahrungen wusste meine amerikanischen Lehrer und Bob Stanley von ASSIST genau, wie sie am besten eine Referenz für mich schreiben würden – und das, obwohl es Weihnachten war und ich mich sehr kurzfristig an sie gewendet habe.

Teil meiner täglichen Arbeit auf der Woodberry Forest School war es, mit kurzfristigen Deadlines umzugehen und offen nach Kritik zu fragen. Der Wert dessen wurde mir besonders beim Schreiben meiner vielen Bewerbungsaufsätze bewusst, die erst durch das rigorose Feedback eines sehr guten amerikanischen Freundes ihre endgültige Gestalt annehmen konnten.

Heute habe ich das große Privileg sagen zu dürfen, dass ich im Herbst für vier Jahre in die USA zurückkehren und mit einem Vollstipendium im Gepäck an der Duke University in North Carolina studieren werde. Dabei war es mein Jahr mit ASSIST, welches mein Leben für immer verändern und meinen großen Traum wahr werden lassen sollte. Aus eben diesem Grund werde ich das Programm auch in den kommenden Jahren weiterhin unterstützen.

Jannis Stöter, Woodberry Forest School, Virginia, 2014/2015

Bewerbung an amerikanischen Universitäten – Workshop für ASSIST-Alumni in Berlin

Erstmalig hatten ASSIST-Alumni die Gelegenheit, an einem Workshop zum Thema „Bewerbung an amerikanischen Universitäten“ teilzunehmen. Als Referent konnte Justin van Dyke vom Institute of International Education gewonnen werden.

Das IIE ist eine in 1919 gegründete Non-Profit Organisation. Der europäische Sitz des IIE ist Budapest. Im Fokus des IIE ist die Entwicklung und das Management von Stipendienprogrammen sowie von internationalen Studien- und Austauschprogrammen. Zudem unterstützt das IIE die Internationalisierungsbestrebungen von amerikanischen Universitäten, wie z.B. der New York University nach Abu Dhabi.

Am Workshop nahmen ASSIST-Alumni aus Deutschland und Polen teil. Der Workshop fand in den Räumen von hub:raum statt. hub:raum, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, unterstützt digitale Start-Ups. Die kreative Atmosphäre bei hub:raum kam bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops sehr gut an. 

Im ersten Teil des Workshops ging Justin van Dyke vor allem auf den Bewerbungsprozess an amerikanischen Universitäten ein. Folgende Fragestellungen wurden behandelt:

Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Welche akademischen Voraussetzungen muss ein Bewerber erfüllen?

Welche Test müssen im Vorfeld der Bewerbung abgelegt werden?

Wie ist der zeitliche Ablauf?

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Der zweite Teil des Workshops war dann deutlich interaktiver ausgerichtet. Ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung für amerikanische Universitäten ist der „persönliche Aufsatz“, den jeder Bewerber über sich selbst verfassen muss. Justin gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wichtige Kriterien und Anregungen für das Verfassen dieses Essays an die Hand. Dann konnten die Alumni in Kleingruppen selbst Gedanken für ihren eigenen Aufsatz entwickeln und diskutieren.

Abschließend hier eine Rückmeldung eines Teilnehmers, die uns sehr gefreut hat:

„Ich möchte mich nochmal für die Organisation des Workshops in Berlin bedanken! Mir hat die Veranstaltung gut gefallen; obwohl ich das amerikanische Universitätssystem schon ziemlich gut kannte, haben sich einige wichtige Fragen beantwortet. Ich fand gerade den Essay-Workshop gelungen und Justins Hinweise waren sehr hilfreich.“

Auf dem Weg nach Harvard - Thomas Yao, ASSIST-Stipendiat 05/06, Westtown School, Pennsylvania

Ich bin ASSIST für die Erfahrung, die ich vor über 10 Jahren machen durfte, sehr dankbar. Ich habe mit ASSIST eine wunderbare Zeit verbracht, die mich bis zum heutigen Tag geprägt hat. Ich habe mich gewandelt, von einem schüchternen Jungen in einen offenen Erwachsenen, von einem begabten, aber etwas faulen Schüler in einen fleißigen Arbeiter, von einem Mitläufer in einen Anführer. Und davon habe ich maßgeblich sowohl während meines Maschinenbauingenieur-Studiums in Aachen als auch bei meiner Tätigkeit als Berater bei McKinsey profitiert.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Harvard, als MBA-Student an der Harvard Business School – etwas, das viele ASSIST-Stipendiaten anstreben, wenn sie während der ASSIST-Orientation die Harvard University besuchen – so wie ich auch.

Mein Jahr mit ASSIST hat die Grundlage für meinen Werdegang geschaffen und mir ermöglicht, so weit zu kommen. Als 15-Jähriger hätte ich das nie für möglich gehalten. Ich freue mich auf die nächsten 10 Jahre der Veränderung und Entwicklung – zusammen mit ASSIST, der Organisation, die die letzten 10 Jahre meines Lebens geprägt hat.

Ich möchte mich nochmals bei ASSIST bedanken – für all die Anstrengungen, die unternommen werden, um das Programm so großartig zu machen, wie es ist, für all die Lebenswege, die ASSIST verändert hat und für das große Engagement, das ASSIST dem Ziel widmet, Grenzen zu überwinden und die nächste Generation von internationalen Führungspersönlichkeiten zu formen. Die Ziele von ASSIST sind heute umso bedeutsamer, angesichts der bedrohlichen Zunahme von nationalistischen und protektionistischen Bewegungen in der ganzen Welt. 

Ich weiß zudem aus eigener Erfahrung, wie enorm wichtig für ASSIST die Unterstützung durch Ehrenamtliche und durch Spender ist und werde hier auch weiterhin meinen Beitrag leisten.

 

Thomas Yao, Westtown School, Pennsylvania, 2005/2006 

I want to begin with a story - Simon Sperl, ASSIST-Stipendiat 16/17, St. Andrew's School, Delaware

StipendiatenAs part of the program called ASSIST that got me into this school, I went to a four-day orientation in Boston. During those four days, I got close to my roommate. He is the guy I want to talk about. His name is Hamse. He is 18 years old. 

The first time I met him, he told me he came from Somaliland. I had never even heard of Somaliland, so I was very embarrassed.  He told me it is a country in eastern Africa that is not recognized as independent. He grew up in a place that couldn’t be more different from the places where most of us grew up. His country is corrupted by war, greed, selfishness and inequality. He has four younger brothers, none of whom go to school because the family couldn’t afford their tuition anymore, or they just didn’t think it was important. His oldest brother, at age 14, left Somaliland for Europe. He is currently in Switzerland as a refugee. He will have to leave by the end of the year and return to Somaliland. Hamse realized his only way out was education. Hamse’s life depended on getting this exchange year. If I hadn’t gotten it, I probably would have had a nice life anyway. But for him, it was everything. This exchange year shapes his future. Hamse doesn’t have all the things we all have—he is not as privileged as we are. And yet he told me his stories as if they were “normal.” He didn’t seem at all fazed by the fact that his brothers were all out of school, that he lived in extreme poverty, or that he has already faced much more horror than many of us will ever experience in a lifetime. It was as if living without security was normal—as if this was how things were. Take a moment to look around. The high-income class, the people sitting at the tables, you are merely 10 percent of the world. You have everything people in other places can’t even dream of. Middle-income group, you represent people like Hamse. You need to work hard to earn money, and you have enough money to buy food, but just one small tragedy—a drought, a missed harvest—can put you in the low-income group. Low-income group, you earn an average of $3 a day. Three dollars a day. That’s less than we pay for a cup of coffee at Starbucks. You represent most powerfully how much the world is divided. You make up over 50 percent of the world population. I know for a fact that I cannot remember one day in my life when I didn’t know where the food of tomorrow was supposed to come from. There was always food. Hamse taught me that there is a different story out there—far closer than one might think. A story much less often told because it is much less glamorous. We don’t like to listen to things that don’t sound nice. 

So today let’s open our eyes to what’s around us. Think about what it must be like for the people that experience hunger every single day. Think about Hamse as you eat. Think about how hard he had to work and how easy it was for us, how unequal the world is. Look around you: 90 percent of us are not sitting at a table. Ninety percent of us do not share in the wealth of this planet. 

We are all the same. We all get hungry, whoever we are. We all want security, happiness and food. When I asked Hamse what he was going to do about the situation in his country, he said something that went like this: “Simon, when I go back to Somaliland I will work at the school I went to. I want to get funding from Europe and America to start helping to save people’s lives in my country. I want to make Somaliland independent and start a business. I want to give.” Those are words I will remember for a long time. In these incredibly turbulent times, let’s remember to give. Let’s care for each other, just like Hamse cares for his people.

Simon Sperl ’18 hails from Neuruppin, Germany, and is attending St. Andrew’s this year through the ASSIST Program. Each year, St. Andrew’s hosts a German student through the ASSIST Program, a nonprofit, international educational and cultural exchange that identifies, places, and supports outstanding international students on one-year scholarships at leading American independent secondary schools. The text above is excerpted from a talk Simon gave at an Oxfam Hunger Banquet (an interactive dinner designed to raise awareness about world hunger) organized by students and held in the Dining Hall on the Wednesday after Election Day.

Graduation mit Magna cum Laude am Colby College in Maine - ASSIST-Stipendiatin Alexa Junker 09/10, Fountain Valley School, Colorado

Durch das ASSIST-Stipendium im Schuljahr 2009/10 an der Fountain Valley School of Colorado ist bei Alexa der Wunsch entstanden, in den USA zu studieren und das ASSIST-Stipendium hat ihr sicher sehr dabei geholfen, mit einem Presidential Scholarship an einem der besten Liberal Arts Colleges in Neuengland angenommen zu werden.

Alexa hat am Colby College in Maine vier fantastische Jahre Environmental Sciences im Hauptfach und Managerial Economics im Nebenfach studieren dürfen und dort mit Magna cum Laude graduiert.

Sie hat jetzt gerade ein Masterprogram in Environmental Change and Management an der University of Oxford in Großbritannien begonnen.

Der Grundstein für Alexas akademische Entwicklung ist in ihrem Jahr als ASSIST-Stipendiatin in Colorado gelegt worden und dafür sind wir ASSIST sehr dankbar.

Alexa Junkers Eltern, Dr. Barbara Junker und Prof. Dr. Klaus Junker

Interview mit Sarina Addy, Berkshire School, Massachusetts, 15/16, Darryl Addy, Westtown School, Pennsylvania, 15/16 und Joel Addy, Fountain Valley School, Colorado, 15/16

Wir haben das Interview mit Sarina, Darryl und Joel anlässlich eines Treffens mit Eltern der ASSIST-Stipendiaten des Jahrgangs 2016/17 geführt. Die drei Geschwister waren im ASSIST-Jahrgang 2015/16 an drei verschiedenen ASSIST-Schulen platziert.

Sie haben uns sehr eindrucksvoll von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichtet:

Würdet Ihr zunächst einmal kurz sagen, an welcher Schule Ihr Euer ASSIST-Jahr verbracht habt?

Sarina: Hallo, mein Name ist Sarina und ich war an der Berkshire School in Massachusetts. Das ist ein Internat.

 Joel: Ich bin Joel und ich war an der Fountain Valley School in Colorado, das ist auch ein Internat und es hat mir super gut gefallen.

Darryl: Ich bin Darryl, ich war an der Westtown School in Pennsylvania, auch ein Internat und mir hat es auch sehr, sehr gut gefallen.

Was war für Euch der wichtigste Grund oder das wesentliche Argument, Euch für ASSIST zu entscheiden und für kein anderes Programm?

S: Wir haben von ASSIST von einer Mitschülerin unseres Gymnasiums erfahren. Sie hat uns von ASSIST erzählt und was die Besonderheiten des Programms sind. Sie war selbst mit ASSIST in den USA. Uns hat begeistert, dass das Privatschulen sind in den USA, da hat ja nicht jeder die Möglichkeit, hinzugehen. Und dass man in die USA gehen kann für ein ganzes Jahr.

D: Ja und sie hat auch berichtet, wie gut es ihr gefallen hat und dass es ein Stipendium war. Und es war schon immer ein Traum von mir, einmal in einem Internat zu leben.

J: Da kann ich nur zustimmen.

Ihr wart ja wahrscheinlich das erste Mal für längere Zeit voneinander getrennt. Wie war das für Euch drei? 

J: Also für mich persönlich war es eigentlich sehr schön, was vielleicht zunächst ein bisschen komisch klingt. Anfangs konnte ich gar nicht richtig verarbeiten, dass ich von den Beiden getrennt war. Alles war wirklich neu und sehr interessant. Und nach der Orientation in Boston war ich dann plötzlich von einer Nacht auf die andere von meinen Geschwistern getrennt.  Das war zuerst ein richtiger Schock. Aber im Endeffekt war es sehr schön, weil ich mich dort selbst besser kennenlernen konnte.

D: Das war schon komisch, bei der Orientation haben wir super viele neue Leute kennengelernt, es ging alles sehr schnell und dann saß ich auch schon im Flieger nach Colorado. Ich habe dann so schnell neue Leute kennengelernt und neue Sachen ausprobiert, ich wurde fast überrumpelt von den vielen neuen Informationen und deswegen hatte ich kein Heimweh, nicht am Anfang und auch das ganze Jahr über nicht.

Wir standen auch im Kontakt über Skype oder Facetime und whatsapp, deswegen war es kein Problem für mich.

S: Also bevor das Jahr anfing, war die Angst davor, getrennt zu sein schon groß. Im Vorfeld war es schwerer, als es dann tatsächlich war. Ich hatte die ganze Zeit etwas zu tun. Klar, an Weihnachten oder am Geburtstag war es schwerer, von der Familie getrennt zu sein. Aber die sozialen Medien haben geholfen und die Tatsache, dass da Leute in der gleichen Situation waren wie ich.

Wie habt Ihr Euren Schulalltag gemeistert?

D: Am Anfang war es schon ein bisschen schwierig. Ich habe mich aber sehr schnell daran gewöhnt und die Lehrer haben mir sehr geholfen. Wenn ich zu viele Hausaufgaben hatte, konnte ich „late nights“ haben oder, wenn ich etwas nicht verstanden habe, konnte ich direkt nach dem Unterricht mit ihnen darüber reden und Fragen stellen. Ich habe also immer viel Hilfe bekommen.

Sport fand ich immer schön, nach der Schule direkt. Das war ein Ausgleich zu dem langen Unterricht. Und obwohl es schon ziemlich viel war, war die Struktur sehr gut und ich habe alles meistern können. Mir hat es sehr gut gefallen.

S: Ja, der Tag war schon sehr durchstrukturiert. Das fing eben an, dass man zum Frühstück ging und dann hatte man Schule von 8 bis 3 Uhr und dann nachmittags immer Sport. Und dann abends noch mal eine feste Zeit für die Hausaufgaben. Das klingt schon nach sehr viel, man hat wenig Zeit als Zwischenraum, um irgendetwas anderes zu machen, aber ich persönlich – und ich denke, die beiden anderen auch – habe es als gut empfunden, dass der Tag so strukturiert war. Das war dann eben der Alltag und ich fand es auch nur positiv.

J: Am Anfang war es ein bisschen ungewohnt für mich. Soviel Arbeit, das war ich nicht gewöhnt aus Deutschland. Hier hatte ich ja meistens nur sehr wenig Hausaufgaben und da waren es dann plötzlich sehr viele. Aber dadurch, dass ich mit anderen Schülern immer lernen konnte und mein Tag wirklich sehr durchstrukturiert war, mit dem Sport als Ausgleich, habe ich mich ziemlich schnell dran gewöhnt. Und auch mit der Hilfe meiner Lehrer. Und ich habe gelernt, sehr schnell und effizient zu lernen. Anfangs habe ich für die Hausaufgaben statt zwei Stunden fünf Stunden gebraucht. Und dann wurde es ziemlich schnell weniger, obwohl die Menge an Hausaufgaben gleich bleib.

S: Nachmittags beim Sport war man ja mit seinen Freunden zusammen. Das war dann ja Freizeit. Und selbst im Unterricht, da war man ja mit Freunden und auch während der Mahlzeiten. Man war ja nicht alleine, sondern eigentlich die ganze Zeit mit seinen Freunden zusammen.

Was waren die größten Unterschiede zwischen dem Schulleben in Deutschland und in Amerika?

J: Für mich war der größte Unterschied einerseits der durchstrukturierte Tag, dass man eine festen Plan hatte, wie der Tag aussehen würde. Andererseits diese Hausaufgabenmenge. Das war schon deutlich mehr an Hausaufgaben und man musste viel mehr lernen. Das habe ich aber als gut empfunden, weil jetzt fällt mir das Ganze hier in Deutschland sehr viel leichter und ich kam dort damit auch sehr gut klar. Das war für mich der große Unterschied.

D: Sport ist auch noch ein großer Unterschied. Man hat den Sport für die Schule gemacht und war stolz, diesen Sport für die Schule zu machen. Hier in Deutschland ist das eben alles privat, in verschiedenen Sportvereinen und dort hat man seine Schule unterstützt.

S: Zusätzlich würde ich noch sagen, liegt ein großer Unterschied in den Klassengrößen. Man hat dadurch eine komplett andere Beziehung zu den Lehrern. Generell läuft der Unterricht dadurch anders ab und man lernt anders. Im Klassenzimmer waren die Tische z.B. in einem Kreis angeordnet, weil die Schüler eben auch miteinander sprechen sollten und nicht nur so wie hier in Deutschland meistens diese Tischreihen und vorne steht der Lehrer. Das war dadurch eine ganz andere Klassengemeinschaft. In meiner kleinsten Klasse waren wir vier Schüler, das war in Französisch, und da lernt man natürlich ganz anders. Man muss die ganze Zeit sprechen, man kann sich nicht nur einmal in der Stunde melden und das war’s dann. Man muss die ganze Zeit teilnehmen, und der Lehrer möchte, dass man alles versteht.

Was würdet Ihr sagen, lernt man mehr in der Zeit oder intensiver im Vergleich zu Deutschland?

J: Ich würde sagen auf alle Fälle intensiver, da man mehr Hausaufgaben hat. Es wird einem aber auch einfacher gemacht, da man genau weiß, was man lernen muss. Man erhält viele Informationen, und wenn man diese umsetzt, kann man auch Erfolg haben.

D: Ich würde auch sagen, dass es eigentlich beides ist. Ich habe dort mehr und intensiver gelernt in einem Jahr, als ich hier lernen würde. Wenn einen etwas wirklich interessiert hat, konnte man auf den Lehrer zugehen und nachfragen, ob er einem mehr darüber beibringen könnte und so konnte man wirklich seine Interessen herausfinden.

Hat Euch das Jahr verändert?

S: Ja, auf jeden Fall. In verschiedenen Aspekten. Zuerst einmal schulisch, jetzt ist das Erlebnis hier auf einem Gymnasium noch einmal ein ganz anders. Weil man jetzt die andere Erfahrung gemacht hat. Im Unterricht traut man sich noch mehr, Sachen einfach zu sagen, und auch z.B. Präsentationen zu halten ist jetzt gar kein Problem mehr. Bevor ich weggegangen bin, war ich vor dem Halten eines Referats schon viel nervöser als ich es jetzt bin.

Und auch in sportlicher Hinsicht, durch die Teamerfahrung. Ich habe mich jetzt hier sehr weiterentwickelt, ich habe dort drei Sportarten gemacht und jetzt hier mache ich auch noch intensiv weiter. Und meine Persönlichkeit, würde ich sagen, hat sich nicht unbedingt verändert, aber sehr entwickelt. Das sagen mir auch andere, ich bin auf jeden Fall erwachsener geworden und sehe die Welt einfach ein bisschen anders. Nicht dass ich davor engstirnig gewesen wäre, aber jetzt habe ich ein weiteres, offeneres Bild und mehr Verständnis für die Welt. Ich kenne jetzt Leute von überall, dadurch, dass die Internate so international sind und dadurch habe ich auch viele Erfahrungen gemacht.

J: Ja, mich hat das Jahr auch verändert. Ich habe viele Kulturen kennenlernen können. Ich glaube, es gab Leute aus 30 Ländern an meiner Schule und ich war mit vielen Leuten aus unterschiedlichen Ländern befreundet und man hat dadurch auch deren Kulturen kennengelernt. Auch natürlich die amerikanische Kultur. Wir haben viele Diskussionen darüber geführt, wie die verschiedenen Leute die Welt betrachten.

Und sonst bin ich auch selbständiger geworden. Ich bin auch mal mit Freunden für ein Wochenende einfach irgendwohin gefahren oder in den Ferien irgendwohin geflogen. Ich habe mich einfach sehr weiterentwickelt, würde ich sagen.

D: Ich kann dem auch nur zustimmen. Ich würde sagen, ich habe mich sportlich gesehen sehr weiterentwickelt. Und mit den ganzen Möglichkeiten, die mir dort geboten wurden, habe ich mich sehr weiterentwickelt. Meine Persönlichkeit hat sich nicht sehr verändert, aber ich habe jetzt ein sehr viel weltoffeneres Bild. Dadurch dass ich jetzt Freunde aus der ganzen Welt habe, deren Meinungen kennengelernt habe, kann ich mir von viel mehr Dingen eine eigene Meinung bilden. Das hat mich schon sehr geprägt.

Ihr wart ja alle drei an unterschiedlichen Schulen, zwar alles Internate, aber habt Ihr wesentliche Unterscheide zwischen Euren Schulen festgestellt?

S: Ja, an meiner Schule hatten wir samstags Schule, was die beiden nicht hatten. Und es gab strikte Regeln, ich hatte z.B. einen sehr strikten „Dress Code“, bei uns mussten die Jungs täglich im Anzug rumlaufen und wir Mädchen hatten sehr strenge Regeln, was wir anziehen durften. Dann gab es sogenannte „Community Dinner“, zwei Mal die Woche, da wurde einem ein Platz beim Essen zugewiesen und es war alles sehr formell.

Und wir hatten eine Schul-Hymne und School Meetings, jeden Montag, Mittwoch und Samstag. Es war schon sehr anders, aber nicht negativ.

J: Also ich musste keinen Anzug tragen. Meine Schule war relativ klein, wir hatten nur 237 Schüler, der Campus war aber sehr groß. Wir hatten auch noch einen Mountain Campus in den Rocky Mountains zum Skifahren, dort konnten wir im Winter übernachten und an den Wochenenden zu den verschiedenen Skigebieten fahren. 

Und es gab Leute aus 30 Ländern an der Schule.

D: An meiner Schule war das Spezielle, dass es eine Quäker-Schule war. Quäkertum ist eine spezielle Art des christlichen Glaubens. Das war wirklich sehr interessant, wir hatten jeden Donnerstag für 45 Minuten und jeden Sonntag, wenn man hingehen wollte, für eine Stunde ein sogenanntes „Meeting for Worship“, wo man dann einfach in Stille saß und falls jemand irgendetwas sagen wollte, konnte man das dann loswerden. Das war eine, würde ich sagen, spirituelle Schule, denn obwohl die meisten Schüler nicht Quäker waren oder nicht unbedingt gläubig, konnte man so die Leute trotzdem sehr viel besser kennenlernen. Auch wenn sie generell sehr unterschiedlich waren. Ich habe jetzt Freunde aus Kreisen, die komplett anders sind als woher ich komme, aber wir haben dadurch doch eine Gemeinsamkeit.  Meine Schule war aber überhaupt nicht bekehrend. An meiner Schule waren ungefähr 500 Schüler und von denen waren nur ungefähr 5 Schüler, die Quäker waren.  Und dann gab es noch ein paar Lehrer. Das entscheidende war der sogenannte Quäker-Spirit. Die Quäker sind Pazifisten und die Gemeinschaft, die Community, wurde sehr hoch in Ehren gehalten. Das war ausschließlich positiv.

Was würdet Ihr sagen, war für Euch jeweils die größte Herausforderung und wie habt Ihr diese dann gemeistert?

J: Für mich am Anfang zunächst mal, mich an meinen Roommate zu gewöhnen. Das war ein ganz anderer Typ, als ich es bin. Er war Amerikaner und sehr freundlich, wir sind gut miteinander klar gekommen.

Und die vielen Hausaufgaben waren am Anfang schwierig. Ich erinnere mich noch, ich musste am Anfang in Bio 30 Seiten lesen und das hat mich irgendwie 2 Stunden gekostet. Das war schon schwierig, aber nach einer Weile ging das alles sehr viel schneller.

S: Das ist eine schwierige Frage. Eine Herausforderung war auf alle Fälle, dass die Tage so durchstrukturiert waren. Das war eine positive Herausforderung, aber es war sehr anders. Hier hatte ich doch mehr Freitraum. Dadurch, dass ich samstags Schule hatte, hatte ich keinen wirklich komplett freien Tag, das war eine große Umstellung. Und dann auch dieses Leben im Internat, das ist natürlich ganz anders, als bei den Eltern zu Hause zu wohnen. Im Internat ist man nur mit Gleichaltrigen zusammen, isst dann auch mit denen zusammen in der Dining Hall und verbringt wochenlang nur mit den gleichen Leuten. Das war eine Umstellung und eine Herausforderung für mich, mich da anzupassen. Aber es war eine gute Herausforderung.

D: Ja, für mich auch das Internatsleben und die Schule, für mich aber auch das Sportliche. Dieser Sportsgeist dort ist schon sehr anders, dort wird sehr viel mehr Sport getrieben als hier in Deutschland. Jeden Tag nach der Schule hatte ich zwei bis drei Stunden Sport. Für mich war das sehr positiv. Und auch der Teamgeist in wirklich allem war auch eine große Umstellung. Weil hier, finde ich, kann man noch ziemlich gut als Einzelkämpfer durchkommen, aber dort verfolgen wirklich alle zusammen ein Ziel. Und das war eine ziemlich große Umstellung, aber im positiven Sinne.

Was war Eurer schönstes Erlebnis?

J: Ich hatte eigentlich zwei schönste Erlebnisse. Eine Woche vor der Spring Break da gab es so etwas, das hieß Interim, da ist die ganze Schule vom Campus runtergegangen und hat verschiedene Ziele besucht. Ich bin auf die Bahamas geflogen für eine Woche und konnte dort schnorcheln und Meeresbiologie studieren. Das hat super viel Spaß gemacht. Das war wirklich außergewöhnlich und einzigartig.

Und das zweite war, da war ich an einem verlängerten Wochenende mit einem Freund auf seiner Ranch in Colorado. Und da sind wir Ski und mit dem Schneemobil gefahren und wir waren angeln. Das war außergewöhnlich und wunderschön. Es hat viel geschneit. Und die Eltern waren sehr, sehr nett und offen und freundlich. Das war eines meiner besten Erlebnisse.

Aber eigentlich war das ganze Jahr wirklich einzigartig und super.

S: Es gibt einige Geschichten, die ich jetzt erzählen könnte. Aber eine, die bei mir heraussticht, war eine Hausaufgabe bei mir. Am Anfang des Jahres mussten wir einen sogenannten „This I believe“-Essay schreiben, über eine Sache, über die wir sehr stark fühlen, und ich habe da ein Essay darüber geschrieben, woran ich glaube und dann hat meine Lehrerin sich entschieden, diesen Essay an einem School-Meeting vor der ganzen Schule vorzulesen und hinterher kamen dann Leute, die ich noch gar nicht kannte, auf mich zu und haben sich mit mir darüber unterhalten und haben mir gesagt, wie toll mein Essay war. Und das war etwas ganz Besonderes für mich und in Deutschland würde so etwas nicht unbedingt passieren. Dass die Leute so offen mit mir geredet haben, das war schon etwas ganz Spezielles für mich.

D: Ich hatte auch einige besonders tolle Erlebnisse. Ich könnte jetzt von zwei Erlebnissen berichten. Es gab sogenannte „Senior Trips“, da ist die gesamte 12. Stufe an verschiedene Orte in der ganzen Welt gefahren und hat bestimmte Projekte gemacht. Es gab ein Projekt, das noch nicht voll war und da haben sie einige Schüler aus der 11. Klasse angesprochen, die zusätzlich daran teilnehmen konnten. Und ich bin dann für zwei Wochen nach Guadeloupe in die Karibik geflogen, was sehr schön war. Die eine Woche haben wir am Strand verbracht und waren schnorcheln und haben die ganze Insel erkundet. In der zweiten Woche haben wir die Kultur Guadeloupes erkundet, da wohnte ich dann auch bei einer Gastfamilie, mit der ich bis heute noch im Kontakt bin. Das war wirklich sehr gut.

Das zweite Erlebnis war, dass ich von meinem „Advisor“ – jeder Schüler hat einen Advisor – am Ende des Jahres ein „Letter of Recommendation“ bekommen habe, den nur wenige Schüler aus der ganzen Schule erhalten. Das Schreiben ist ein abschließendes Fazit zu allem, was man in und für die Schule getan hat und das kann man dann verwenden, wenn man sich bewerben will.  Das hat mich noch einmal unglaublich bestärkt.

Könnt Ihr in wenigen Worten, unabhängig von konkreten Erlebnissen, beschreiben, was das Jahr für Euch bedeutet hat und was es besonders gemacht hat?

S: Das Jahr hat auf jeden Fall für den Rest unseres Lebens einen wichtigen Stellenwert. Das ist eine Erfahrung, die machen nicht viele und die ist so besonders, dass sie uns prägen wird. Sie hat uns ja jetzt schon geprägt.  Sei es im Studium oder auch bezüglich der Frage, wo man später einmal leben möchte. Wir haben Amerika wirklich kennengelernt. Wenn man ein Jahr in Amerika gelebt hat, dann ist das schon etwas Anderes, als wenn man dort mal im Urlaub gewesen ist.

J: Das zeigt einem, dass die Welt einem offensteht. Dass es nicht nur Deutschland gibt, sondern auch noch andere Länder, in denen man leben kann und viel erleben und einzigartige Erfahrungen machen kann.

 D: Schulisch gesehen, aber auch von der Persönlichkeit her, hat mich dieses Jahr sehr stark geprägt. Weil ich selber deutlich offener bin - nicht, dass ich das nicht früher auch gewesen wäre - aber jetzt habe ich mir über viele Dinge ein eigenes Bild gemacht. Und das weiß ich wirklich zu schätzen.

 

Sarina Addy, Berkshire School, Massachusetts, 15/16
Darryl Addy, Westtown School, Pennsylvania, 15/16
Joel Addy, Fountain Valley School, Colorado, 15/16